DER BLICK AUF DIE HEGAU-VULKANE und die Schweizer Alpen

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Der Hegau ist eine Landschaft im Süden von Baden-Württemberg. Südlich wird der Hegau von der Schweizer Grenze, östlich vom Bodensee, westlich vom Südschwarzwald und nördlich vom Schwarzwald-Baar-Kreis begrenzt.

Im Zusammenhang mit der Alpenbildung entfaltete sich am Nordfuss des neu entstandenen Hochgebirges im mittleren und jüngeren Tertiär eine rege vulkanische Tätigkeit. Im Thurgau und Argau, im Appenzellerland und im Kanton St. Gallen (alles Schweizer Gebiete) werden Auswirkungen des tertiären Vulkanismus festgestellt. Nirgends sind die Spuren dieser unruhigen Epoche der Erdgeschichte so eindrucksvoll und charakteristisch zu erkennen wie im NW des Bodensees, wo im Hegau mehr als ein Dutzend Vulkane mit Ruinen festzustellen sind, von denen 7 mehr oder weniger eindrucksvoll das Gesicht einer kleineren, in sich geschlossenen Landschaft prägen.

Dieses Gebiet ist das "Hegauer Kegelbergland". Der unmittelbar bei der Stadt Singen gelegene Hohentwiel (688 m über Meer) trägt die grösste südwestdeutsche Festungsruine Deutschlands und ist historischund naturwissenschaftlich die markanteste Erscheinung im Kreis der Hegauberge. Der Berg erhebt sich über eine Landschaft, die Besiedlungsfunde aus der Alt- und Jungsteinzeit, aus Bronze-, Kelten-, Römer- und Alemannenzeit birgt. Schon zur Römerzeit waren hier viel benützte Strassen; seit dem Mittelalter kreuzen sich hier wichtige Wege nach der der Schweiz, Italien und Frankreich.

Mit dem Ende des 18. Jahrunderts verlor der Hohentwiel nach wechselhaftem politischem Schicksal seine strategische Bedeutung; aus der uralten Siedlung "Sisinge"des 8. Jahrhundertsam Fusse des Berges wurde die moderne Industriestadt Singen,die seit einem halbenJahrhundert durch ihr reges Wirtschafts- und Kulturleben zur zentralen Metropole des Hegaus heranwuchs.

Quelle: Peter Mackert

Als mit ein schönstes Ausflugziel in erster Linie die Festungsruine Hohentwiel, das mächtige Wahrzeichen der Stadt Singen, zu nennen. Diese riesige Festungsanlage liegt auf einem steil aufragenden Vulkankegel, der eine ganz charakteristische Form ausweist, die man nie mehr vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat. Die Festungsruine umfaßt eine Fläche von 9,6 Hektar und stellt damit die größte ihrer Art in ganz Deutschland dar. Aus ersten Anfängen im 10. Jahrhundert entwickelte sich der Hohentwiel aus einem typischen Adelssitz zu einer militärisch genutzten Festung, als sie im Jahr 1525 an das Haus Württemberg fiel. Die Festung galt lange Zeit als uneinnehmbar und erlebte ihre große Zeit im dreißigjährigen Krieg, als sie 5 Mal belagert, aber nie bezwungen wurde. Danach verlor die Festung ihren großen strategischen Wert und wurde als Staatsgefängnis genutzt. Mit baulichen Mängeln und einer nicht kriegstauglichen Besatzung mußte die Festung am 1. Mai 1800 kampflos an die napoleonische Armee übergeben werden, die sie auf direkten Befehl Napoleons anschließend zerstörte.

Trotz der Zerstörungen ist die Anlage der Festung noch sehr gut sichtbar und auf jeden Fall einen Besuch wert, insbesondere weil ein berauschender Ausblick auf den Bodensee, in den Hegau und auf die Alpenkette winkt. In einem Info-Zentrum am Parkplatz auf halber Höhe des Berges ist die Geschichte der Festung sehr anschaulich dargestellt - Prunkstück der Ausstellung ist ein maßstabsgerechtes Modell der Festung, das sie vor der Zerstörung in allen Einzelheiten zeigt.

Auch botanisch und geologisch ist der Hohentwiel von großem Interesse: Im umgebenden Naturschutzgebiet findet man seltene Pflanzen, Insekten und Vögel, von denen viele auf der roten Liste der gefährdeten Arten stehen. Ferner sind interessante Aufschlüsse von Phonolit zu sehen, des vulkanischen Gesteins, aus dem auch die Gebäude der Festung gemauert wurden. Am Hohentwiel finden sich auch Vorkommen des seltenen Natrolit-Kristalls.

Quelle: “Der-Hegau-bebt.de”

Näheres finden Sie unter www.singen.de oder www.hegau.de
 

(c)    Donnerstag, 2. Januar 2014   by Witthoh.de

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